Zielorientierte Funktionsdiagnostik – Up to Date für die digitale Zahnmedizin

Das Zahntechnische Labor Markert bietet ab September 2026 in Unterstützung von VieSID – Vienna School of Interdisciplinary Dentistry und GAMMA Dental eine Fortbildungsreihe an, um erstmalig mit dem VieSID Konzept in Berührung zu kommen.

Viele Behandler arbeiten heute vollständig digital, um ihre Workflows schneller zu machen. Und trotzdem passieren die gleichen „Überraschungen“: Empfindlichkeiten, Chipping, Abplatzungen, „Biss passt nicht“, Beschwerden.

Diese Fortbildungsreihe macht den Zusammenhang zwischen digitaler Zahnmedizin und funktionale Okklusion sichtbar.
Die Teilnehmer lernen ein klares, praxisnahes Vorgehen: relevante Befunde erheben, Okklusionskonzepte verstehen, Registrate und Gelenkaufzeichnungen sicher anwenden und Therapiepfade strukturiert planen.

Die Fortbildungsreihe ist inhaltlich an den Grundgedanken der Wiener Schule / VieSID ausgerichtet und als Einführungskurs gedacht: individualisierte Funktionsdiagnostik, okklusale Medizin und interdisziplinäres Denken – praxisnah und umsetzbar in modernen Workflows.

Anmeldung und detaillierte Informationen auf: https://dental-technik-markert.de/veranstaltungen-funktioneller-zahnersatz

Referent: Dr. Alexander Hacker

Co-Referenten: Zahntechnikermeister Thomas Markert, M.S.C. Rudi Slama

Termine: Modul 1: 18./19.09.2026

                 Modul 2: 29./30.01.2027

                 Modul 3: 23./24.04.2027

                 Modul 4: 18./19.06.2027

alle Module auch einzeln buchbar

Kooperationspartner: Zahnarztpraxis Dr. Hacker × Zahntechnisches Labor Markert (Bad Bocklet)

Veranstaltungsort: Zahntechnisches Labor Markert, Quellenweg 36 ,97708 Bad Bocklet

Fortbildungspunkte: 18 Pkt. je Modul

Modulformat: Freitag 09:00–18:00 Uhr,
Samstag 09:00–max. 14:00 Uhr

Teilnahmegebühr pro Modul: 1.250€ inkl. MwSt.

Limitierte Teilnehmerzahl

Kursaufbau:

Modul 1 – Grundlagen & Denkmodell
Funktion ist die Basis – gesund & erkrankt verstehen

  • Funktion als Fundament jeder Therapie (präventiv, restaurativ, prothetisch, implantatprothetisch).
  • Funktion vs. Parafunktion: Mechanismen, klinische Konsequenzen, typische Fehlerbilder.
  • Psycho-/Stress-Komponente und Kauorgan: warum „Kopf“ und „Kiefer“ zusammengehören.
  • Dynamik des Kauorgans: warum Molarenbewegungen nicht nur der Eckzahnführung folgen.
  • Okklusionskonzepte im Überblick: Unterschiede, Indikationen, typische Missverständnisse.
  • Sequenzielles Okklusionskonzept (Wiener Schule) und funktionelle Determinanten nach Prof. Slavicek.
  • Nutzen bewegungsbasierter Systeme: CADIAX und MODJAW – wann sinnvoll, was bringt es im Alltag?

Modul 2 – Relevante Befunderhebung & Workflow (Hands-on)
Von der klinischen Funktionsanalyse zum digitalen/analogen Modell

  • Klinische Funktionsanalyse: Palpation von Gelenkstrukturen und Muskulatur; Screening vs. vertiefte Untersuchung.
  • Datenerhebung: Scan/Abformung (Üben), Registrat-Grundlagen (zentrisch, stabil, reproduzierbar).
  • Modelle montieren: digital und analog im Vergleich (inkl. Artikulator-Überblick).
  • Digitale Analysen (z. B. CADIAX-Programm): Durchführung und Interpretation.
  • Praxis–Labor-Schnittstelle: Standardisierung der Daten- und Informationsübergabe.

Modul 3 – Zentrische Bissnahme & Gelenkaufzeichnungen (Hands-on)
Registrate sicher anwenden – für Diagnose, Therapie und Zahnersatzplanung

  • Zentrische Bissnahmen (Centric-Registrate): Qualitätskriterien, Reproduzierbarkeit, typische Fehlerquellen.
  • Vertiefung Interpretation: Gelenkaufzeichnungen verstehen und planungsrelevant auswerten.
  • Hands-on Aufzeichnung: standardisierte Schritte, Dokumentation, Plausibilitätscheck.
  • Umsetzung in digitale und konventionelle Artikulator-/Planungsprozesse.
  • Anwendungslogik: von Einzelzahn/Krone/kleiner Brücke bis Rehabilitation, Vollbogen und Totalrehabilitation.
  • Praxis–Labor-Schnittstelle: welche Daten das Labor zwingend benötigt – und wie sie verlässlich geliefert werden.

Modul 4 – Therapiepfade: primär → sekundär (Schienenlogik entwirren)
Klar entscheiden: welche Schiene wann – und wie es zur Rehabilitation weitergeht

  • Primäre Therapie: Stabilisierung, Entlastung, Vorbehandlung; Zieldefinition und Monitoring.
  • Schienenarten systematisch strukturieren: wenige Kategorien statt unübersichtlicher Bezeichnungen.
  • Indikationslogik: welche Schiene wann – welche eher nicht (Fehlindikationen, typische Probleme).
  • Sekundäre Therapie: Übergang zur Rehabilitation/Okklusion – Planungssicherheit und Zieldefinition.
  • Fallpfade: von Symptom/Parafunktion → Plan → Rehabilitation (praxisnah, nachvollziehbar).